Das Streichquartett "Musicarius" überschreitet sehr weit die allgemein angenommenen Konventionen. Die im Jahre 2003 entstandene Gruppe befasst sich vor allem mit der Darstellung der Alten Musik. Sie benützt historische Musikinstrumente der damaligen Epoche oder deren Kopien, schafft Repertoirestücke, die konkrete Geschehnisse vor 2-3 Jahrhunderten widerspiegeln. Die Musiker haben auf ihrem Konto eine Reihe ganz besonderer Experimente. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit Polnischem Tanztheater und alternativen Theatergruppen, die zur Schaffung einer neuen Perspektive an der Grenze der klassischen und elektronischen Musik und zur Verwischung des Unterschieds zwischen dem Instrumentalist als Darsteller der Musik und dem Schauspieler führte.

Die Aufnahme der Zusammenarbeit mit Jan AP Kaczmarek ermöglichte die europäische Premiere der mit Oskar belohnten Musik. Die Teilnahme an zahlreichen Festspielen brachte mit sich die Entstehung der Reihe ganz interessanter Konzertprogrammen, deren Stil vom reifen mit Affekt überfüllten Barock bis zur Musik des XX- Jahrhunderts mit ihrer Minimalismus, vom Werk von Wacław aus Szamotuły bis zur Musik der letzten Jahre, reicht.

Das Streichquartett ist ständig auf der Suche. Eine Aufforderung ist das Schaffen der neuen Qualität, die Feststellung neuer Grenze der Musik und Kunst. Die Musiker lassen sich nicht von festgelegten und herkömmlichen Regeln beeinflussen. Sie versuchen die ganze Zeit existierende Schemata und Konventionen zu brechen.